Fragen und Antworten zu MAKO

Was ist Mako?
Mako ist ein innovatives Roboterarmsystem, das Operateure bei Hüft- und Kniegelenkersatz-OPs unterstützt. 2017 war es die erste und einzige Roboterarmtechnologie, die zur Implantation von Knievoll- und -Teilprothesen sowie Hüfttotalendoprothesen verwendet werden konnte. Sie ist als „Goldstandard“ der Hüft- und Kniegelenksendoprothetik bezeichnet worden.

Warum sollte ich mich für Mako entscheiden?
Mako stellt eine zuverlässige und bewährte Technologie dar. Seit 2007 sind weltweit insgesamt über 100.000 Gelenkersatzoperationen (Knietotalendoprothesen, Hüfttotalendoprothesen und Knieteilprothesen) mit Mako durchgeführt worden. Die Vorteile für Patienten sind folgende:
  • Personalisierte OP
  • Die zuvor unerreichte chirurgische Flexibilität während des Eingriffs ermöglicht dem Operateur, nach Bedarf Feinanpassungen vorzunehmen.
  • Präziser und genauer chirurgischer Eingriff: Der zuvor erstellte persönliche Operationsplan sorgt dafür, dass Mako den Operateur bei der optimalen Positionierung der neuen Implantate anleitet und unterstützt.
  • Kürzere Genesungszeit mit weniger postoperativen Schmerzen
  • Langlebigere Ergebnisse: Makos Investition in innovative Materialien und Technik hat dazu geführt, dass seine neuen Implantate sehr viel länger halten – in manchen Fällen bis zu 20 Jahre.

Führt der Roboterarm die Operation durch?
Nein. Mako ist ein präzises Instrument, das die komplizierte Arbeit des Operateurs unterstützt, verbessert und verfeinert. Der Operateur führt den Eingriff jedoch selbst durch. Der Mako-Roboterarm wird dabei vom Operateur gesteuert und bedient.

Auf welche Weise unterstützt Mako die Operateure?
Nein. Mako ist ein präzises Instrument, das die komplizierte Arbeit des Operateurs unterstützt, verbessert und verfeinert. Der Operateur führt den Eingriff jedoch selbst durch. Der Mako-Roboterarm wird dabei vom Operateur gesteuert und bedient.

Wie viel kostet der Eingriff mit Mako?
Jede Operation ist kostspielig. Welche Kosten für Sie entstehen, hängt davon ab, für welches Verfahren Sie sich entscheiden. Wenn Sie krankenversichert sind, wird es von der Versicherung übernommen.

Roboter im OP, das klingt nach Science-Fiction-Roman, oder?
Ganz und gar nicht. Roboterarmassistierte Operationen sind die Zukunft der minimalinvasiven Chirurgie, denn sie verbessern die Präzision, erhöhen die Langlebigkeit der Implantate und beschleunigen die Genesung nach dem Eingriff. Seit 2007 sind insgesamt über 100.000 Gelenkersatzoperationen (Knietotalendoprothesen, Hüfttotalendoprothesen und Knieteilprothesen) mit Mako durchgeführt worden.




Kniegelenksersatz – Größere Beweglichkeit der Patienten durch höherer Genauigkeit beim Sägen des Prothesenbetts
Forchheim – Seit März 2018 arbeiten die Operateure, Chefarzt PD Dr. med Uwe Lehmann, Dr. med. Franz Roßmeißl, Oberärzte Dr. med Wolfgang Müller und Maximilian Baier sowie Jürgen Waibel beim Einsetzen von Kniegelenken unter Zuhilfenahme eines Roboterarms. PD Dr. Uwe Lehmann, Chefarzt der Orthopädie und Unfallchirurgie zog mittels einer Patientenumfrage einen ersten Vergleich zwischen einer Mako-Knietotalendoprothese mit einer konventionellen Knietotalendoprothese. Bei einer Totalendoprothese wird das Kniegelenk zur Gänze ersetzt.

Bei dieser Technologie handelt es sich um eine Computertechnologie für endoprothetische Eingriffe, die in Deutschland erst an fünf Standorten im Einsatz ist. Einer der Standorte ist das Endoprothesenzentrum am Klinikum Forchheim. Im Vorfeld des Eingriffs wird eine spezielle Planungs-Computertomografie (CT) angefertigt, die die individuelle Anatomie des Patienten erfasst. Das daraus resultierende 3D- Modell dient als Planungsgrundlage der Prothese.

Während der Operation nutzt der Operateur die roboterarmunterstützte Technologie zum Sägen des Prothesenbetts. Dabei werden Punkte am offenen Knie gemessen und die Daten an einen Computer übertragen. Ein Medizinproduktspezialist, der für jede Operation eigens nach Forchheim reist, und die gesamte Operation begleitet, plant mit dem Operateur die exakte Positionierung der Prothese und nimmt die Feinabstimmung der Bänderspannung vor. Diese Technologie verspricht eine höhere Präzision und Patientensicherheit. Die Genauigkeit der Säge beträgt ein 1/10 Millimeter und ein Grad. Bei einer Abweichung von der Planung stoppt der Sägevorgang automatisch. Keine Bänder- oder Nervenstrukuren können beschädigt werden. Diese verspricht eine höhere Präzision und Patientensicherheit.


Beweglicher als die herkömmlich Operierten
Bis dato wurden bei 31 Operationen die Roboterarm-Technologie eingesetzt. Davon beteiligten sich 25 Patienten an der Umfrage und beantworteten u.a. die Fragen
Wie zufrieden sind Sie mit dem Ergebnis Ihrer Operation?
Wie zufrieden sind Sie mit der Beweglichkeit?
Wie zufrieden sind Sie nun mit Ihrer Lebenssituation gegenüber vor der Operation?

Die Kontrollgruppe stellen 25 Patienten, die auf konventionelle Weise operiert wurden. Die Patienten wurden frühestens sechs Wochen nach der OP befragt, um einen stabilen Eindruck vom Wohlbefinden zu erhalten. Die Antworten variieren wie die Schulnoten von 1 bis 6, wobei 1 die beste Note ist ("sehr zufrieden") und 6 die schlechteste.

Beide befragten Gruppen gaben an, dass sie sehr zufrieden mit dem Ergebnis sind (Note 1,7). Bei der Frage nach der Beweglichkeit zeigte sich aber, dass die Mako-Operierten wesentlich zufriedener (Note 2,1) mit ihrem Zustand waren als die herkömmlich operierten (Note 2,8). Auch bei der Lebenssituation zeigten die Mako-Patienten optimistischer: Sie waren vier Zehntel glücklicher als die Kontrollgruppe (Note 2,0).